Earth Day – weltweiter Aktionstag zum Umweltschutz

7 min lesen 20 April 2021
Weltstars wie Leonardo DiCaprio und Jane Fonda tun es, der ehemalige amerikanische Vize-Präsident Al Gore ebenfalls. Sie unterstützen neben vielen weiteren Persönlichkeiten offiziell den Earth Day, weil für sie Umweltschutz eine Herzensangelegenheit ist. Dieses Jahr findet der Earth Day unter dem internationalen Motto „Restore our Earth“ statt. Der weltweite Aktionstag zum Umweltschutz feierte vergangenes Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Auch wenn alle Veranstaltungen zum Earth Day abgesagt beziehungsweise verschoben wurden aufgrund der Corona-Krise: An seiner Bedeutung ändert das nichts. Aber warum ist der Umweltaktionstag so wichtig für die Umweltbewegung?

Earth Day als Startschuss für moderne Umweltbewegung

Entstanden ist der Umweltaktionstag durch eine spontane Studentenbewegung im Jahr 1970. 20 Millionen Amerikaner gingen am 22. April 1970 auf die Straße und protestierten an Universitäten, Colleges und in Hunderten von Städten gegen die Verschmutzung von Böden, Gewässern und der Luft. Die Anzahl der Protestanten entsprach 10 Prozent der damaligen US-Bevölkerung. Die Menschen forderten neue, umweltfreundliche Wege für unseren Planeten. Die Volksaktion zeigte auf, dass es eine Umweltbewegung gibt und diese über eine starke Lobby verfügt. Seither wird der Earth Day jährlich im April begangen. Ziel ist es, die Wertschätzung für unseren Planeten zu stärken und auf Umweltprobleme wie Klimawandel, Artensterben oder Plastikmüll aufmerksam zu machen. Der erste Earth Day wird als Startschuss für die moderne Umweltbewegung gesehen. Von Jahr zu Jahr gewann der Umweltaktionstag an Popularität. Am 25-jährigen Jubiläum 1995 beteiligten sich bereits über 200 Millionen Menschen weltweit am Earth Day. Keine Überraschung also, dass der Earth Day in vielen Ländern der Welt stark mit der Umweltpolitik verknüpft ist.

Google und der Earth Day

Nicht nur Filmstars wie Leonardo DiCaprio sondern auch der milliardenschwere Konzern Google unterstützt den Earth Day.

Seit 2001 begleitet Google das jährliche Event mit Doodles und einem passenden Logo. Damit verweist Google ebenfalls auf den Earth Day am 22. April hin und stellt zusätzliche Informationen und Highlight-Themen zu dem Umweltaktionstag bereit und nutzt damit die Reichweite der Suchmaschine für einen guten Zweck. Das Doodle aus dem Jahr 2019 erreichte fast jedes Land der Welt.

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Umwelt

Das Coronavirus sorgt für einen Stillstand: In vielen Ländern der Welt stehen Menschen unter Quarantäne, Produktionen in Fabriken stehen still und Exporte aus China bleiben aus. Erholt sich die Natur jetzt?

In den sozialen Medien verbreiten sich Bilder und Videos aus Venedig: kristallklares Wasser in den Kanälen, Sicht bis auf den Grund und munter schwimmende Fische. Das lässt darauf hoffen, dass die Touristen-Pause für Erholung der Natur sorgt. Die Ursache für das klare Wasser ist jedoch das fehlende Aufwirbeln des Untergrunds durch den Schiffsverkehr. Die Sedimente setzen sich ab und werden nicht aufgewühlt, die Wasserqualität bleibt dabei unverändert.

Die Industrieregion in Norditalien ist stark von der Corona-Krise betroffenen. Dort zeigt sich bei Satellitenbildern der Europäischen Weltraumagentur ESA ein Rückgang des Stickstoffdioxid-Gehalts in der Luft. Der Rückgang von Stickoxiden zeigt sich in China ebenfalls besonders stark: Nach einer Analyse des Center for Research on Energy and Clean Air sind die Kohlendioxid-Emissionen dort im Februar um 25 Prozent, etwa 200 Millionen Tonnen CO2, im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Um die Größenordnung einschätzen zu können: Deutschland produzierte 805 Millionen Tonnen CO2 im ganzen Jahr 2019.

Die Verbesserung der Luftwerte kommt der Umwelt zugute, allerdings lässt sich keine Aussage über die Nachhaltigkeit treffen. Denn wenn die Corona-Krise überstanden ist, werden Produktionen wieder hochgefahren, der nächste Flug ins Urlaubsparadies wird gebucht und die Konsumlust steigt und damit endet die kurze Erholungspause für die Natur.

Beim Umweltschutz ist jeder gefragt

Beim Umweltschutz ist jeder gefragt! Mit der Botschaft zum Umdenken unseres Verhaltens für die Bewahrung der Natur ist der Earth Day die perfekte Gelegenheit Veränderungen umzusetzen. Insbesondere durch die aktuellen Corona-Einschränkungen sollte uns der 50. Earth Day ganz besonders zum Nachdenken anregen. Einige Tipps um sofort nachhaltiger zu leben:

  1. Grünen Daumen entdecken
    Alle Pflanzen sind Teil der Natur, egal ob Baum, Wiese, Kräuter oder Balkonpflanze. Jede Pflanze, jeder Garten ist für Natur und Umwelt wichtig und das Gärtnern kann auch Spaß machen. Tipps zu umweltfreundlichen und klimaangepassten Gärten, erhalten Sie vom NABU – Naturschutzbund Deutschland e.v..
  2. Konsum überdenken
    Wir sind Konsumenten, aber muss deshalb alles unüberlegt gekauft werden? Kaffee in Kapseln beispielsweise ist verhältnismäßig teuer und produziert unnötigen Plastikmüll. Fertigsalat in Tüten fällt ebenfalls in diese Kategorie: laut Ökotest ist der Salat aus der Tüte mit Pestiziden, Schimmel und Keimen belastet. Da sieht der frische Salatkopf gleich viel leckerer aus.
  3. Jetzt anfangen!
    Einfacher gesagt als getan! Das Leben muss nicht gleich radikal geändert werden. Wer mit kleinen Schritten beginnt, bemerkt schnell, wie einfach der Weg zum umweltfreundlicheren Leben ist. Fangen Sie jetzt mit Kleinigkeiten an, verzichten Sie beim Lebensmitteleinkauf auf Plastik, beziehen Sie Ökostrom und unterstützen Sie Produzenten und Händler von regionalem Obst, Gemüse oder Fleisch.

RAJA und die Umwelt

Wir bei RAJA arbeiten auf breiter Ebene laufend daran unsere Umweltbilanz zu verbessern. Seit vielen Jahren ist die RAJA-Gruppe diesbezüglich auf allen Unternehmensebenen aktiv:

  • Wir verfolgen eine umweltfreundliche Einkaufspolitik durch die Identifizierung von Marktentwicklungen und Unterstützung unserer Lieferanten bei der Entwicklung neuer umweltfreundlicher Verpackungslösungen
  • Information und Beratung unserer Kunden in Bezug auf umweltfreundliche Verpackungslösungen und die Förderung unserer digitalen Verkaufsmedien
  • Limitierung des CO2-Fußabdruckes unserer Lieferungen, 86 % unserer Produkte werden in Europa hergestellt
  • Förderung von bewährten Verfahren im Verpackungsbereich zusammengefasst unter den 5 Verpackungsgrundsätzen : Reduzieren, Wiederverwenden, Ersetzen, Nachwachsen, Recyceln.
  • seit diesem Jahr versenden wir den größten Teil unserer Kataloge offen d.h. ohne Folie oder Verpackung. Bei manchen Sendungen ist das nicht möglich, hier kommt dann eine kompostierbare Folie zum Einsatz.

Auch an unserem Unternehmensstandort in Ettlingen achten wir auf Nachhaltigkeit:

  • Seit November 2019 haben wir auf dem Mitarbeiterparkplatz Ladestationen für E-Autos um die Verkehrswende hin zu umweltfreundlichen Fahrzeugen zu unterstützen.
  • Grundsätzlich sparen wir aufgrund der neuen LED-Beleuchtungen bis zu 80% der eingesetzten Energie im Vergleich zu alten Leuchtmitteln ein. Zusätzlich wird Energie durch eine bedarfsgerechte Beleuchtung durch den Einsatz von Bewegungsmeldern und Lichtmessern sowie selbstregulierenden Arbeitsplatzleuchten eingespart.
  • Wir verzichten komplett auf konventionelle Energieträger wie Gas oder Öl und heizen und kühlen und Gebäude mit einer mit Grundwasser betriebenen Wärmepumpe und Wärmetauscher. Das gilt auch für die Rückgewinnung von Energie aus der Gebäudeabluft.
  • Der eingekaufte Strom ist ein Energiemix aus konventionellen sowie regenerativen Energiequellen. Somit unterstützen wir die Energiewende.
  • Um Energieverluste bei der Gebäudebelüftung möglichst gering zu halten, ist das Gebäude mit einer vollautomatischen Steuerungstechnik versehen, welche die Innentemperatur abhängig von der vorliegenden Außentemperatur auf das gewünschte Maß einregelt. Das Klimakonzept wird durch eine Fußbodenheizung/-kühlung komplettiert.
  • Bei der Aufbereitung unseres Trinkwassers kommt eine Entkalkungsanlage zum Einsatz die nicht nur für besseren Geschmack des Trinkwasserssorgt, sondern auch für die längere Haltbarkeit der wasserführenden Anlagen da der Kalkgehalt um bis zu 70% reduziert wird. Das kommt letztlich auch wieder der Umwelt zu Gute, da wir bei dem weichen Wasser auch weniger Reinigungsmittel einsetzen müssen.
  • Um das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu fördern haben wir über 200 Pflanzen im gesamten Gebäude aufgestellt, die nicht nur die Luftqualität positiv beeinflussen sondern auch zu einer besseren Arbeitsatmosphäre beitragen.

In diesem Sinne Happy Earth Day!

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