Das etwas andere Recycling für Tierfreunde

3 min lesen08 Oktober 2018
3,2 Millionen Haustiere leben in Österreich. Dabei bezeichnen sich 35% aller Österreicher eher als „Hundetyp“ als als „Katzentyp“. Fast 70% aller Haustiere machen auf Hund und Katz aus, der Rest entfällt auf weitere Kleintiere wie Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Vögel.

Verpackung für Wildtiere und Heimtiere

Es werden jährlich 100 Mal so viele Sendungen verschickt, wie Haustiere gehalten werden. Da ist es naheliegend Kartons, Kisten und Papier für die Haustiere Zweck zu entfremden: Zum Spielen für Heimtiere oder um Wildtieren durch die kalte Winterzeit zu helfen.

Winterschlafkiste für Igel

Durchschnittlich fünf kalte Monate überbrücken Igel die kalte Jahreszeit mit Winterschlaf. Igel leiden jedoch unter dem extremen Rückgang von Insekten. Diese benötigen sie, um sich ein Fettpolster für den Winterschlaf anzufressen. Durch den Wandel von Feldern in Monokultur und von verwilderter Natur in angelegte Hausgärten, fehlt es ebenfalls an geeigneten Nischen und Hecken, in denen die Insektenfresser schlafen und überwintern können. Die Population ist rückläufig. In Bayern stehen Igel sogar auf der Roten Liste für bedrohte Tiere.

Das Netzwerk Igel e.V. zeigt, wie man mit Karton, Zeitung, Klebeband und Rollen von Toilettenpapier oder Versandrohren eine stabile Winterschlafkiste baut und den stacheligen Tieren beim Überwintern hilft.

Winterfutterhaus für Vögel aus Palettenholz

Amsel, Drossel, Fink und Star? Nicht ganz! Die wohl häufigsten Wintervögel sind: Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Feldsperling, Grünfink, Kohlmeise, Ringeltaube, Rotkehlchen und Spatz.

Alle Arten haben eine andere Leibspeise, wer was gerne frisst verrät die BiILLA Stiftung auf der Webseite Blühendes Österreich.

Mit einem Futterhaus kann man das rege Treiben der Wintervögel beobachten und übernimmt Verantwortung für die Wildvögel, denn diese gewöhnen sich an den Ort.

Was muss bei der Winterfütterung von Vögeln beachtet werden?

  • Das Futterhaus muss so angebracht werden, dass den Vögeln ein Rundumblick möglich ist. Durch einen Baum oder Busch in der Nähe haben Sie einen Rückzugsort und fühlen sich sicher.
  • Im Spätherbst sollten zunächst geringe Futtermengen (2 EL) ausgelegt werden, um die Vögel auf den Futterplatz aufmerksam zu machen.
  • Die tatsächliche Winterfütterung beginnt erst nach einigen Tagen mit einer hohen, geschlossenen Schneedecke oder bei Temperaturen unter -10 °C.
  • Es sollte nie mehr Futter ausgelegt werden, als an einem Tag gefressen wird um Verunreinigungen und Krankheiten vorzubeugen.
  • Das Futter darf nicht nass werden, da es sonst schimmelt.
  • Das Futterhaus muss regelmäßig von Verschmutzungen (Kot o.ä.) gereinigt werden

Katzen lieben Kartons

Kisten, Kartons und Papiertüten aller Art – die meisten Katzen haben ein besonderes Verhältnis zu Kartons und werden von Ihnen magisch angezogen. Dabei sind die Schmusetiger nicht wählerisch. Einfach einen Karton hinstellen – fertig! Je kleiner der Karton, umso besser, die Katze sollte gerade noch so hineinpassen.

Warum das so ist? Dafür gibt es mehrere Theorien:

  • In dem engen Karton fühlen sich die Katzen sicher und geborgen.
  • Die Katzen brauchen weniger Energie um die Körpertemperatur zu halten. Die Körpertemperatur bei Katzen liegt mit 38,5-39 °C höher als beim Menschen.

Suchspiel für Hunde

Hunde sind bekannt für ihre Spürnase und die Verspieltheit. Aus einem Karton und Füllmaterial lässt sich so innerhalb kurzer Zeit ein Suchspiel erstellen, um die Vierbeiner auf Trab zu halten.

Alles was man dazu benötigt:

  • Einen stabilen Karton
  • Füllmaterial, bspw. Holzwolle oder Weinkorken
  • Leckerlis

Der Karton sollte nur so hoch sein, dass der Hund ohne sich zu verrenken an den Boden des Kartons kommt. Das Füllmaterial wird in den Karton gegeben, bis der Boden gut bedeckt ist. Dazwischen werden Leckerlis versteckt. Das Spiel eignet sich vor allem für Junghunde, speziell für das Clicker-Training. Auf Kommando darf der Hund dann ein Leckerli im Karton-Versteck suchen.

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