Transportschäden erkennen und vermeiden

4 min lesen 17 März 2016
Manchmal ist die Verwendung von Füll- und Polstermaterialien nicht ausreichend. Beim Versand besonders empfindlicher Produkte, so zum Beispiel empfindliche medizinische Geräte, können trotz stoßschützender Verpackung durch grobe Handhabung Transportschäden entstehen. Das ist leider keine Seltenheit, wie auch einer unser Kunden feststellen musste: Die drei Paletten mit elektronischem Messgerät verließen in einwandfreiem Zustand, penibel geprüft und sachgerecht verpackt das Werk. Irgendwo auf dem Transportweg muss die Sendung Schaden genommen haben.

Indikatoren zur Transportüberwachung

Es ist unter Umständen ein langer Zeitraum und eine lange Strecke, die die Produkte „in fremden Händen“ verbringen. Neben einer guten Verpackung mit Polsterschutz sowie der sorgfältigen Auswahl geeigneter Dienstleister kann eine Transport- und Versandkennzeichnung der Verpackung hier einen Unterschied machen: Warnaufkleber und Etiketten geben Hinweise auf den Inhalt und auf die sachgemäße Behandlung.

Wer haftet für Transportschäden?
Wird eine Sendung während des Transports per LKW, Luft- oder Seefracht beschädigt, bedeutet dies häufig zusätzlichen Aufwand für alle Beteiligten: für Versender, Empfänger und Spediteur. Wer haftet für Transportschäden? In diesem Zusammenhang muss geklärt werden, ob und unter wessen Verantwortung der Schaden während des Transports entstanden ist.

Transportüberwachung

Kommt ein Versandstück äußerlich beschädigt an, liegt die Sache auf der Hand: Hier ist beim Transport etwas schief gegangen. Auch die Frage der Haftung ist damit relativ leicht beantwortet. Nicht immer sieht man aber eine unsachgemäße Behandlung direkt auf den ersten Blick. Vermeintlich unversehrte Pakete sind keine Garantie für eine einwandfreie Lieferung. Wer nicht jedes Paket direkt bei Empfang öffnen und den Zustand der Lieferung prüfen möchte, der sollte auf Indikatoren zurückgreifen.

Shockwatch ® Stoßindikator zeigt Transportschäden an

Unser Kunde verlässt sich beispielsweise nun für die Handhabung seiner Produkte jenseits der Werkstore auf einen kleinen Helfer, der es in sich hat: Anhand des Shockwatch ® Aufklebers am Packstück kann entlang der Transportkette protokolliert werden, ob und wann eine unsachgemäße Handhabung stattgefunden hat. Denn im Stoßindikator befindet sich ein kleines Präzisionsglasröhrchen mit roter Flüssigkeit. Durch Oberflächenspannung wird diese an einer mit Kunststoff abgedeckten und somit nicht sichtbaren Stelle im Röhrchen gehalten.

Wird eine vorher definierte Beschleunigung (beim Werfen, Kippen oder Fallenlassen des Packstücks) überschritten, reißt die Oberflächenspannung und die rote Flüssigkeit wird im gesamten Röhrchen sichtbar. So ist sofort nachweisbar, dass die Sendung einer Erschütterung ausgesetzt war.

Welchen Stoßindikator brauche ich?

Damit der Shockwatch ® nicht zu früh oder zu spät auslöst, müssen Sie die Größe des Packstückes sowie das Gesamtgewicht ihres Packstückes kennen. Neben dem Shockwatch ® (geeignet für kleinere und eher leichte Packstücke) gibt es mit dem Shockwatch ® 2 nun auch die Variante für sehr schwere und große Packstücke bis 14t Gewicht und einer Größe von 305 m³. Diese Variante bietet einen weiteren Vorteil:

Verglichen mit dem Shockwatch ® Stoßindikatoren, die immer „aktiv“ sind, wird der Shockwatch ® 2 erst vor der Anbringung am Versandgut aktiviert. Dies ermöglicht einen unkomplizierten Transport zum Einsatzort und ein vereinfachtes Handling der Indikatoren vor dem Einsatz.

Tiltwatch ® Kippindikator zeigt Transportschäden an

Es gibt viele Gründe, warum ein Paket nicht gedreht oder gekippt werden sollte. Wenn OBEN auch wirklich zu jedem Zeitpunkt des Transports OBEN bleiben soll, ist dieser spezielle Indikator der passende. Bei einem Neigungswinkel von über 83° löst er aus.

Schäden durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen vermeiden

Aber nicht nur „ruppiges Verladen“ und damit einhergehende Schäden wie Stöße, Stürze oder das Kippen sensibler Ware kann während des Transports zu Problemen führen. Für viele Produkte sind Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen eine echte Gefahr. Anhand von Feuchtigkeitsindikatoren kann auf 10er-Schritte genau angezeigt werden, welche Luftfeuchtigkeit im Paket herrscht. Ähnlich funktioniert das Überwachen von Temperaturbereichen während des Transports: Der Temperaturindikator WarmMark gibt nicht nur an, ob, sondern auch für welchen Zeitraum der optimale Temperaturbereich verlassen wurde. Auch der Temperaturindikator ColdMark „verzeiht“ kurzfristige Temperaturschwankungen und löst erst bei einer Temperaturüberschreitung von 30 Minuten und länger aus.

Oberstes Ziel: Transportschäden vermeiden

Seit unser Kunde den Shockwatch ® verwendet, hat noch keines der Label ausgelöst, die Ware überstand den Transport stets einwandfrei. Und das ist im Grunde auch der Sinn des Ganzen: Ein sehr sichtbar und großflächig (mithilfe des mitgelieferten Warnetiketts) markiertes Paket wird mit größerer Vorsicht behandelt. So eignen sich diese Indikatoren nicht nur zur Schadenserkennung, sondern besonders auch zur Schadensvermeidung, insbesondere für den Versand von elektronischen Geräten, medizinischen Geräten, Präzisionsgeräten, Glas- oder Keramikprodukten sowie Produkten aus dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie.

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