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Verpackung aus Maisstärke

3 min lesen 24 Jänner 2018
Das geringe Eigengewicht  und die Formstabilität machen Verpackungschips zum idealen Füllmaterial für Hohlräume in Kartons, gleichzeitig schützen sie vor Stößen. Meistens haben sie jedoch einen schlechten Ruf, da sie als umweltschädlich gelten. Doch bei dem Verpackungsmaterial flo-pak® ist eher das Gegenteil der Fall. Eine Variante der Verpackungschips ist sogar essbar.

flo-pak® – Vom Trinkhalm zur Hohlraumfüllung

Die Geschichte des flo-pak® Füllmaterials beginnt bereits in den 50er Jahren: Die Firma Safe-T Pacific in den USA, die eigentlich Papier-Trinkhalme produziert, verkaufte die bei der Produktion entstandenen, überflüssigen, abgeschnittenen Enden als Polstermaterial – ein zweites Standbein, das sich schon bald als äußerst tragfähig erwies. Dank steigender Nachfrage gründete Arthur Graham im Dezember 1967 die Free-Flow Packaging Corporation, um sich vollends auf die Herstellung dieses zukunftsträchtigen, losen Polstermaterials zu konzentrieren. Ein Jahr später wurde mit Hilfe eines neuen Extrusionsverfahren der Papierhalm durch leichtes, expandiertes Polystyrol ersetzt, damit konnte das Gewicht des Verpackungsmaterials um 80 % reduziert werden. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch die heute charakteristische Form der „8“, welche für mehr Stabilität und Polsterschutz sorgte, dank ihrer Verzahnung mit anderen achtförmigen Teilen im Karton während des Transports. Der rasanten Entwicklung folgend, wurde „flo-pak®“ (eine Ähnlichkeit zum Namensteil „Flow“ der Firma war durchaus gewollt) am 06. September 1970 als eingetragene Marke registriert und ist heute aus keinem Verpackungssortiment mehr wegzudenken. Seit 1989 werden für die Produktion nur noch 100% recycelte Materialien verwendet. Daher sind diese kleinen Verpackungschips eine optimale Kombination aus Umweltschutz und Polsterstärke. 1992 entwickelte das Unternehmen dann die zu 100 % biologisch abbaubaren Füllstoffchips aus Maisstärke. 1995 wurde Flo Pak sogar vom Guniess Buch der Rekorde als „leichtestes von menschenhand hergestelltes Produkt“ ausgezeichnet. 2009 entwickelte FP International dann FLO-PAK GREEN, den ersten abbaubaren EPS-Füllstoffchip der Welt, er besteht zu 100 &% aus recyceltem Material und wird zu Humus abgebaut.

1996 firmierte die Firma aufgrund ihres gestiegenen internationalen Erfolges in Free-Flow Packaging International, Inc. um und führte FP International als Handelsname ein. 2018 wurde FP durch Pregis LLC, ein führender Anbieter von innovativen Schutzverpackungsmaterialien, Ausrüstungssystemen und Oberflächenschutz, übernommen. FLO-PAK, jetzt Teil von Pregis, hat nationale Anerkennung für sein einzigartiges Polystyrol-Recyclingprogramm erhalten, darunter Auszeichnungen von der U.S. Environmental Protection Agency und der National Recycling Coalition sowie von zahlreichen staatlichen und örtlichen Umweltorganisationen.

Verpackungsmaterial aus Maisstärke!?

flo-pak® Standard

Das besonders leichte Füllmaterial besteht zu 99,6 % aus Luft, der Rest ist 100 % recyceltes Polystyrol. Es ist antistatisch, staub- und geruchsfrei.. Die „offene 8“ sorgt für die optimale Hohlraumfüllung. Es kann oft wiederverwendet werden und im Kunststoffmüll entsorgt werden da es zu 100 % recycelbar ist. Auch die Entsorgung über den Restmüll ist möglich, aber nicht wünschenswert 🙂

flo-pak® Green

Durch die „gefüllte 8“ ist das flo-pak® Green noch stabiler und besonders zum Polstern schwere und unterschiedlich geformte Produkte geeignet. Bei der Herstellung werden diesen Verpackungschips Enzyme beigemischt. Zusammen mit Mikroorganismen sind die Enzyme in der Lage, das Material ohne die Freisetzung von schädlichen Stoffen, innerhalb von 9 – 60 Monaten vollständig abzubauen, sollten die Chips unbeabsichtigt in der Umwelt landen. Die Verpackungschips können bis zu 10 Mal wiederverwendet oder mit anderen Kunststoffchips industriell recycelt werden.

flo-pak® Natural

Das flo-pak® Natural  ist sogar vollständig aus natürlichen Rohstoffen hergestellt: aus Luft, Wasser und aus Maisstärke. Damit sind die Füllstoffchips zum einen wiederverwendbar aber auch komplett biologisch abbaubar, sogar in Sekunden, wenn man es mit Wasser besprüht und vergräbt. Mais – das klingt essbar. Und ja, dieses Verpackungsmaterial könnte man essen. Denn wie die Toxikologischen Daten aussagen: Bei versehentlichem Genuss unschädlich für Mensch und Tier.

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