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Die Grundlagen unseres Aktionsprogrammes

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Die RAJA-Danièle Marcovici-Stiftung wählt gemeinnützige Projekte aus.
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RAJA wählt die Aktionsprodukte.
Für jede verkaufte Verpackungseinheit dieser umweltfreundlichen Produkte wird 1 € an die Stiftung gespendet.
Unsere umweltfreundlichen Aktionsprodukte
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Die Stiftung spendet die gesammelte Spendensumme an die ausgewählten Organisationen.
Diese Projekte werden unterstützt

Unser Engagement

Seit 2006 unterstützt die RAJA-Danièle Marcovici-Stiftung - in Zusammenarbeit mit der "Fondation de France“ - gemeinnützige Projekte, die sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen starkmachen. Die Stiftung hat bereits mehrere hundert Organisationen zugunsten von Zigtausenden Frauen in Frankreich und auf der ganzen Welt unterstützt.

Seit September 2015 unterstützt die Stiftung das gemeinsam mit der RAJA-Gruppe ins Leben gerufene Aktionsprogramm "Frauen und Umwelt". Es fördert Organisationen, die sich für Frauen und Umweltschutz einsetzen. Seit 2015 sind das:

  • Über 4,3 Mio. €, die von der RAJA-Gruppe europaweit gesammelt wurden;
  • 128 unterstützte gemeinnützige Projekte.

In 2024 wurden über 300.000 € von den am Aktionsprogramm teilnehmenden europäischen Unternehmen der RAJA-Gruppe (Frankreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Österreich, England, Italien, Spanien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Polen, Tschechische Republik, Portugal, Slowakei, Ungarn) gesammelt werden. Diese Aktion ermöglichte die Unterstützung von 12 Projekten.

Derzeit unterstützte Projekte

Jedes Jahr unterstützt die Stiftung RAJA-Danièle Marcovici 12 neue Vereine.

Carton Plein

Kartonrecycling hilft benachteiligten Frauen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt

In Frankreich leben fast 300.000 Menschen auf der Straße, darunter mindestens 3.600 in Paris. Sie sind prekäreren und gefährlichen Bedingungen ausgesetzt und kämpfen mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Sucht und fehlendem Einkommen. Carton Plein hilft diesen besonders verletzlichen Menschen, vor allem denen, die obdachlos sind, indem ihre soziale und berufliche Integration unterstützt wird – durch die Aufwertung von weggeworfenem Karton. Der Anteil obdachloser Frauen nimmt kontinuierlich zu, gleichzeitig sind besonders sie besonders stark gefährdet: Sie sind oft "unsichtbar" und erleben sehr beunruhigende Formen von sozialer Gewalt. Das Projekt führt das Engagement von Carton Plein fort, Frauen und Männer in allen Aktivitäten gleich zu berücksichtigen. Gleichzeitig schafft es gezielte Angebote, die Frauen stärken und unterstützen. Der Verein wird seine Unterstützung für weibliche Teilnehmende ausbauen, indem Angebote gezielt auf ihre besonderen Bedürfnisse und Lebenslagen zugeschnitten werden. Das Projekt will messbare Ergebnisse erreichen: Ziel ist es, mehr Frauen für die Fahrrad-Logistik-Berufe zu gewinnen und auszubilden.

CCFD Terre solidaire

Förderung der Agrarökologie bei indigenen Frauen und Stärkung ihrer politischen Beteiligung für ein nachhaltiges Umweltmanagement.

Die Chaco-Region im Südosten Boliviens ist ein weitläufiges Gebiet, das überwiegend von indigenen Gemeinschaften bewohnt wird, die ihren Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft bestreiten. Die Region steht vor erheblichen ökologischen und sozialen Herausforderungen, inbesondere durch den Druck durch die agroindustrielle Landwirtschaft. Die Ausweitung des Sojaanbaus und der intensiven Viehzucht führt zu massiver Abholzung. Das bedroht die Gebiete und die Lebensweise der lokalen Bevölkerung. CCFD-Terre Solidaire setzt gemeinsam mit CIPCA (Zentrum für Forschung und Förderung des bäuerlichen Lebens) ein Projekt um. Dabei werden Frauen aus etwa fünfzehn indigenen Gemeinschaften in agroökologischen Methoden und politischen Kompetenzen geschult. Sie lernen unter anderem, Agroforstsysteme zu bewirtschaften, die an das Klima angepasst sind, natürliche Betriebsmittel zu nutzen und landwirtschaftliche Produkte weiterzuverarbeiten. Einige nehmen an einem speziellen Programm teil, das die lokale Obst- und Gemüseproduktion für den Verkauf in kleinem Rahmen stärken soll. Außerdem erhalten Frauen, die politische Verantwortung übernehmen möchten, Trainings zu öffentlichen Maßnahmen rund um Naturschutz sowie Umwelt-, Land- und Ressourcenmanagement. So wird ihre Fähigkeit gestärkt, Entscheidungen mitzugestalten und konkrete Vorschläge einzubringen.

Commerce Equitable France

Förderung einer besseren Vertretung von Landwirtinnen in den französischen Agrarsektoren.

Das von Commerce Équitable France geleitete Projekt verfolgt zwei Ziele: die Gleichstellung der Geschlechter in französischen landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten voranzubringen und den Fairen Handel als strategischen Hebel für diesen Wandel zu positionieren. In einem Agrarsektor, der weiterhin stark von Geschlechterungleichheiten geprägt ist, will der Verband die strukturellen Ursachen angehen, die die Anerkennung, Vertretung und Stärkung von Landwirtinnen behindern. Obwohl Frauen in Frankreich 30 % der Betriebsleiter*innen in der Landwirtschaft ausmachen, sind sie weiterhin struktureller Benachteiligung ausgesetzt: geringere Einkommen (29 % weniger als Männer), eingeschränkter Zugang zu Land und Finanzierung, wenig institutionelle Anerkennung, die Unsichtbarmachung ihrer Rolle in landwirtschaftlichen Organisationen sowie eine Unterrepräsentation in beruflichen Entscheidungs- und Leitungsgremien.Fairer Handel, der auf Prinzipien wie sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Mitbestimmung und Einkommenssicherheit beruht, bietet einen passenden Rahmen, um echte und nachhaltige Veränderungen anzustoßen. Obwohl Geschlechteraspekte in den Prinzipien des Fairen Handels verankert sind, lassen sie sich in der Praxis oft nur schwer umsetzen. Durch die Zusammenarbeit mit Akteuren entlang der französischen Wertschöpfungsketten – Produzent*innen, Labels, Unternehmen und Handel – will der Verband ein Umfeld schaffen, das Landwirtinnen anerkennt und ihre zentrale Rolle für den ökologischen Wandel sichtbar macht.

Elevages Sans Frontières

Stärkung von Frauen im Bereich der Tierhaltung, durch Schulungen in nachhaltiger Tierhaltung und den Aufbau einer lokalen Milch-Wertschöpfungskette.

Seit 2015 hat die Sicherheitskrise in Burkina Faso dazu geführt, dass viele Menschen in die Region Zentralplateau nahe Ouagadougou gezogen sind. Dadurch entstehen Spannungen um knappe Ressourcen wie Wasser, Land und Weideflächen. Gleichzeitig spürt die Region die Folgen des Klimawandels: lange Dürreperioden, aber auch plötzliche Überschwemmungen. Die Gesellschaft ist stark patriarchal geprägt. Frauen sind vor allem für das Wasserholen und das Füttern der Tiere zuständig und sind deshalb als Erste von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Als Antwort darauf setzt Elevages Sans Frontières ein Projekt um, das die lokale Milchwirtschaft stärkt und so die soziale und wirtschaftliche Integration von Frauen fördert. Kern des Projekts ist ein Mentoring-System, bei dem erfahrene Viehhalterinnen und Einsteigerinnen sich gegenseitig unterstützen und ihre Fähigkeiten ausbauen. Das Mentoring erfolgt in Form von Schulungen direkt auf den Höfen der Mentorinnen. Inhalte sind Tiergesundheit, Melken, Haltung und Stallanlagen sowie unternehmerische Grundlagen. Um die neuen Viehhalterinnen zusätzlich zu stärken, investiert das Projekt in die Verbesserung ihrer Betriebe: durch den Kauf von Tieren (z. B. Kühe und Ziegen), Materialien für die Infrastruktur und wichtige Ausstattung wie Futtertröge und Tränken.

Entrepreneurs du monde

Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Frauen in der Casamance gegenüber dem Klimawandel durch Zugang zu Mikrokrediten und die Einführung nachhaltiger Landwirtschafts- und Kochpraktiken.

Senegal, besonders die Region Casamance, ist stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Diese zeigen sich durch Dürren, Überschwemmungen und dadurch, dass Salzwasser aus dem Fluss in Reisfelder eindringt. Das hat große Auswirkungen auf ländliche Gebiete – vor allem auf Frauen, die kulturell dafür verantwortlich sind, ihre Familien durch Landwirtschaft zu versorgen. In Casamance sind die meisten Frauen unternehmerisch tätig, besitzen aber kein eigenes Land. Deshalb haben sie keine Sicherheiten (zum Beispiel Landtitel), die nötig wären, um Mikrokredite für den Ausbau ihrer einkommensschaffenden Aktivitäten zu erhalten. Entrepreneurs du Monde startet zusammen mit Fansoto ein Projekt, das Frauen den Zugang zu Mikrokrediten erleichtert. Voraussetzung ist, dass die teilnehmenden Landwirtinnen an einem Trainingsprogramm teilnehmen und klimaresiliente Anbaumethoden einsetzen. So unterstützt das Projekt den ökologischen Wandel in der Region und verbessert den Zugang der Frauen zu passenden Arbeitsmitteln – etwa zu effizienteren Kochöfen oder salzresistentem Saatgut –, damit sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten weiterentwickeln können.

ICD Afrique

Förderung der finanziellen Selbstständigkeit von Frauen durch Unterstützung bei nachhaltiger Muschel- und Austernzucht.

In den Regionen Saloum-Delta und Casamance im Senegal sind Frauen zunehmendem ökologischem und wirtschaftlichem Druck ausgesetzt. Dazu gehören die Verknappung mariner Ressourcen wie Muscheln und Austern sowie die Schädigung wichtiger Ökosysteme wie der Mangroven. Dieses Projekt soll den Übergang von traditionellen Sammelmethoden hin zu nachhaltiger Aquakultur unterstützen, indem die Muschel- und Austernzucht strukturiert und gestärkt wird. Die Frauen erhalten Schulungen zu verbesserten Zuchttechniken, zum Umgang mit Geräten, zur Pflege der Zuchtflächen und zu umweltverträglichen Produktionsweisen. Um die Einkommen zusätzlich abzusichern, fördert das Projekt ergänzende Erwerbsquellen wie Gemüseanbau, Agroforstwirtschaft und Fischzucht und unterstützt so eine breitere wirtschaftliche Diversifizierung. Außerdem arbeitet das Projekt daran, die Vermarktung verarbeiteter Produkte zu stärken, die Wertschöpfung zu erhöhen und verlässliche Absatzmöglichkeiten für die Produzentinnen zu sichern.

Imece

Unterstützung von Ausbildung und Unternehmertum für syrische Frauen im Bereich Solartechnik.

Die Türkei beherbergt viele syrische Geflüchtete, die vor dem Konflikt fliehen. Izmir, die drittgrößte Stadt des Landes, ist dabei ein wichtiger Zugangspunkt nach Europa. Das Projekt des Vereins IMECE bietet Frauen, die nach Syrien zurückkehren möchten, eine berufliche Ausbildung und eine Zertifizierung im Bereich Solartechnik. Ziel ist, dass sie nach ihrer Rückkehr ein eigenes Geschäft aufbauen können. Die geflüchteten Frauen erhalten eine strukturierte Schulung, die sie an Grundlagen der Elektrizität, der Solarenergie und generell der erneuerbaren Energien heranführt. Ein eigener Teil des Programms unterstützt außerdem die Gründung einer wirtschaftlichen Tätigkeit: mit Trainings zu unternehmerischem Projektmanagement, einschließlich Grundlagen der Finanzplanung, Geschäftsstrategie und Arbeitssicherheit. Diese Ausbildung soll den Frauen ermöglichen, ihre neuen Fähigkeiten für ein eigenes Einkommen zu nutzen und nach der Rückkehr eine stabile wirtschaftliche Unabhängigkeit aufzubauen.

Inti Energies Solidaires

Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Frauen gegenüber dem Klimawandel, indem ihnen konkrete und umweltverträgliche Lösungen für ihre einkommensschaffenden Tätigkeiten angeboten werden.

Im Norden Benins liegt Atacora, eine ländliche Region, in der Frauen eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft und in der Verarbeitung von Lebensmitteln spielen (z. B. Maniok, Mais, Mango, Soja). Ihre Arbeitsmethoden sind oft noch einfach und wenig modern. Das führt zu Ernte- und Produktionsverlusten sowie zu geringen Einkommen. Zusätzlich verschärfen Abholzung und die zunehmende Knappheit von Brennholz ihre Lage: Vor allem Frauen müssen weite Wege zurücklegen, um Holz zu sammeln – auf Kosten ihrer Gesundheit und ihrer verfügbaren Zeit. Das Projekt „Low-tech und lokale Produktion“ soll die Widerstandsfähigkeit der Frauen gegenüber dem Klimawandel stärken und gleichzeitig ihr Einkommen erhöhen. Zehn Frauengruppen in Atacora werden dabei unterstützt, ihre Arbeit mit einfachen, wirksamen und umweltfreundlichen Werkzeugen zu modernisieren. Das Ziel ist, den Zeitaufwand fürs Holzsammeln zu senken, Einkünfte durch bessere Haltbarkeit und Verarbeitung von Ernten zu steigern und die Gesundheit der Frauen zu schützen, indem ihre Belastung durch Rauch reduziert wird. Die Unterstützung umfasst: 1. Solartrockner, um landwirtschaftliche Produkte zu verarbeiten und haltbar zu machen. Das verringert Verluste nach der Ernte und ermöglicht den Frauen, mehr Produkte zu verkaufen. 2. Umweltfreundliche Kochöfen, die den Holzverbrauch und schädliche Rauchgase deutlich senken – mit direktem Nutzen für die Gesundheit der Frauen. 3. Herstellung von Biobrennstoffen aus organischen Abfällen. Das schafft eine Alternative zu Brennholz fürs Kochen und eröffnet eine zusätzliche, nachhaltige Einkommensquelle.

La Voûte Nubienne

Frauen im Norden Ghanas werden dazu befähigt, sich aktiv an klimafreundlichem, CO₂-armem Ökobauen zu beteiligen.

Die Nordregion Ghanas ist gleichzeitig von mehreren Faktoren betroffen: den Folgen des Klimawandels (Dürre, Hitzewellen, Stürme, Abholzung), starkem Bevölkerungswachstum und fehlenden Investitionen in Bildung, Ausbildung und Produktionskapazitäten – besonders in der Landwirtschaft. Unter diesen Bedingungen erschweren Geschlechterstereotype Frauen den Zugang zum Arbeitsmarkt deutlich. Oft werden sie in unsichere, schlecht bezahlte oder ausbeuterische Tätigkeiten gedrängt. Der Verein La Voûte Nubienne, der sich auf nachhaltiges und für möglichst viele Menschen zugängliches Bauen spezialisiert hat, setzt gemeinsam mit WEE North – einer Organisation für die berufliche Ausbildung von Frauen und ihre Integration in als „männlich“ geltende Berufe – ein Projekt zur Ausbildung von Frauen in der Bauweise der Nubischen Gewölbe um. Diese Technik nutzt lokale und natürliche Materialien (Erde, Wasser, Natursteine) und ist dadurch sowohl umweltfreundlich als auch kostengünstig. Zudem überzeugt sie durch hohe Stabilität und sehr gute Wärmedämmung. Die Ausbildung schafft für die teilnehmenden Frauen außerdem ein zusätzliches Einkommen, da sie für ihre Mitarbeit auf den Baustellen während der Trainings bezahlt werden.

Le Chemin des Fleurs

Frauen, die Schwierigkeiten haben, Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden, werden durch ein berufliches Qualifizierungsprogramm im Gemüseanbau und in der biologischen Gartenbauproduktion unterstützt.

Der Verein Le Chemin des Fleurs mit Sitz in Avrainville im Département Essonne entwickelt seit 2014 ein Projekt zur sozialen und beruflichen Integration auf Basis von biologischem Gemüseanbau und Gartenbau. Er begleitet eine besonders verletzliche Zielgruppe: 70 % der Teilnehmenden sind Frauen, die von sozialer Ausgrenzung, Erwerbsunterbrechungen und anderen Hürden beim Zugang zu Arbeit betroffen sind. Ziel ist es, Menschen mit Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg wieder Struktur, Arbeitsrhythmus und einen Zugang zum beruflichen Umfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig sensibilisiert der Verein Öffentlichkeit und wirtschaftliche Akteure für die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Landwirtschaft. Das Projekt setzt zudem auf eine kontinuierliche Verbesserung des Standorts und der Arbeitsbedingungen. Geplant ist der Bau eines überdachten Waschbereichs, um das derzeit sehr arbeitsintensive Waschen von Gemüse zu erleichtern. Außerdem soll ein Carport entstehen, der Lieferfahrzeuge, Blumensträuße und Kraftpapiertüten vor Witterung schützt. Parallel dazu bietet das Projekt ein vielfältiges internes Weiterbildungsprogramm an, darunter Französisch als Fremdsprache, Office-Anwendungen, Prävention von Sexismus, umweltbewusstes Handeln und Stressmanagement. So können die Teilnehmenden in den Integrationsprogrammen Kompetenzen aufbauen und Selbstvertrauen gewinnen. Insgesamt ist der Verein Teil einer umfassenderen Strategie, den Standort zu einem echten „grünen Schaufenster“ zu entwickeln – vorbildlich in ökologischer, sozialer und pädagogischer Hinsicht.

Naturevolution

Aufbau eines Sammelsystems für Plastikabfälle in den Küstendörfern der Kendari-Bucht – mit Unterstützung von 30 Frauen, die dafür geschult und bezahlt werden.

In der Küstenstadt Kendari (400.000 Einwohner) in der Provinz Sulawesi Tenggara in Indonesien fallen täglich rund 300 Tonnen Abfall an. Ein großer Teil landet in Flüssen und anschließend in der Bucht, weil der Abfall nicht früh genug gesammelt wird. Das Abfallmanagement der lokalen Behörden ist bei weitem unzureichend. Plastikmüll ist dort ein großes Problem und belastet sowohl die Artenvielfalt als auch die Lebensqualität der Bevölkerung stark. Der Verein Naturevolution hat dieses Thema zusammen mit seinem indonesischen Partner zunächst mit Sammelaktionen und Aufklärungskampagnen angegangen. Um die Wirkung zu erhöhen, will die Organisation nun ein eigenes System zur Sammlung und Sortierung von Plastikabfällen aufbauen – mit Unterstützung von Frauen aus den Küstendörfern. Diese Frauen gehören zu denjenigen, die besonders unter der Plastikverschmutzung leiden. Sie stammen aus vulnerablen Gemeinschaften, leben in unsicheren wirtschaftlichen Verhältnissen und sind meist auf das Einkommen ihrer Männer aus der Fischerei angewiesen oder – wenn sie verwitwet sind – auf kleine informelle Tätigkeiten. Naturevolution möchte diese Frauen dabei unterstützen, eine tragfähige und stärkende Einkommensquelle aufzubauen, indem sie Plastikmüll in ihrer Umgebung sammeln. Der gesammelte Abfall wird anschließend direkt an Naturevolution Indonesia verkauft, wo er in der Recyclingwerkstatt weiterverarbeitet wird.

Terre de Milpa

Frauen auf einem Gemeinschaftshof zusammenbringen, wo sie wohnen und beim Aufbau ihrer landwirtschaftlichen Betriebe unterstützt werden.

Im Großraum Lyon hat der Verein Terre de Milpa 2022 einen Hof gegründet, um Menschen über landwirtschaftliche Arbeit bei der sozialen und beruflichen Integration zu unterstützen. Dabei hat sich gezeigt, dass einige Frauen weiterhin große Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Zudem hat die Covid-19-Krise die Unsicherheit in Frankreich verschärft – besonders für Frauen, die 70 % der Nutzerinnen und Nutzer von Lebensmittelspenden ausmachen. Vor diesem Hintergrund und angesichts der vielen jährlichen Betriebsschließungen in der französischen Landwirtschaft entwickelte Terre de Milpa die Idee einer kollektiven und sozialen Farm, die vollständig von einer Gruppe von Frauen getragen wird. Die Frauen werden auf dem Hof wohnen und dort ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten aufbauen können (Gemüseanbau, Backen und/oder Kochen). Ihnen wird die vollständige Leitung des Hofes übertragen. Dabei erhalten sie Unterstützung bei der Wahl einer passenden Rechtsform, beim Aufbau ihres Geschäfts sowie bei der täglichen Organisation des Standorts. Dieses in Frankreich einzigartige Projekt verbindet Landwirtschaft, Beschäftigung, Wohnen und den Kampf gegen Prekarität und bindet die betroffenen Frauen über ein innovatives Governance-Modell direkt in die Entscheidungsprozesse ein.

Projekte, die im Jahr 2025 durch das Aktionsprogramm „Frauen und Umwelt“ unterstützt wurden

Erfahren Sie mehr über die Projekte, die dank Ihrer Unterstützung umgesetzt werden konnten.

En Terre Indigène

Stärkung des traditionellen, überlieferten Umweltwissens von Frauen aus den Überseegebieten durch gemeinschaftliche Workshops zum Wissensaustausch.

  • Sechs anerkannte Wissensträgerinnen mit Wohnsitz in Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guayana und Réunion.
  • Hunderte schutzbedürftige Frauen haben an den Workshops zum Wissensaustausch teilgenommen.
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Ishpingo

Indigene Bäuerinnen erhielten Unterstützung dabei, ihre Obstproduktion zu erweitern und vielfältiger zu machen, um so ihr Einkommen zu steigern.

  • 50 Kichwa-Frauen wurden unterstützt.
  • 9.000 Bäume wurden gepflanzt.
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Kraten du développement durable, de la culture et du loisir

Unterstützung von Fischerinnen, indem ihre Arbeit anerkannt wird, sie Schulungen erhalten und bei der Mitbestimmung in der Branche unterstützt werden.

  • 15 Fischerinnen wurden unterstützt.
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Chaussettes Solidaires

Näh- und Reparatur-Workshops für Frauen in schwierigen Lebenslagen, damit sie Fähigkeiten aufbauen und bessere Jobchancen bekommen.

  • 30 Frauen wurden geschult.
  • Am Ende der Ausbildung finden 60% der Frauen entweder ein Praktikum oder eine feste bzw. befristete Stelle, machen sich selbstständig oder setzen ihr Studium fort.
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Moi Jeu Tri

Schulungen und Unterstützung, damit Frauen in der Kreislaufwirtschaft und im Recycling beruflich Fuß fassen können.

  • 60 Frauen wurden von Moi Jeu Tri geschult.
  • 50% haben entweder ein eigenes Unternehmen gegründet oder eine Arbeit gefunden.
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Poh Kao, des Tigres et des Hommes

Unterstützung von Stammesfrauen im Sariska-Nationalpark beim Ausbau ihrer Milchwirtschaft.

  • 15 Frauen wurden beim Ausbau ihres Milchgeschäfts unterstützt.
  • Eine Unterstützungsgruppe wurde gegründet.
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Projeter Sans Frontières

Stärkung von Bäuerinnen durch die Verbesserung ihrer Produktionssysteme, die Wiederherstellung lokaler Ökosysteme und die Förderung verantwortungsvoller wirtschaftlicher Praktiken.

  • 20 Bäuerinnen konnten ihre landwirtschaftlichen Praktiken ausbauen.
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Naturevolution

Aufbau eines Systems zur Sammlung von Plastikmüll in den Küstendörfern der Kendari-Bucht – unterstützt von 30 Frauen, die dafür geschult und bezahlt werden.

  • 30 Frauen wurden bei Aktivitäten zur Abfallsammlung und -sortierung unterstützt.
  • Weniger Abfall auf Straßen, in Flüssen und im Meer.
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Women Engage for a Common Future France

Förderung von "grüner Selbstständigkeit" von Frauen und Sichtbarmachung von Frauen, die in ihren Gemeinden einen fairen und nachhaltigeren Wandel vorantreiben – damit sie besseren Zugang zu Entwicklungs- und Fördermöglichkeiten erhalten.

  • Drei Frauen wurden mit dem Preis „Women & Biodiversity“ ausgezeichnet.
  • Rund 50 Frauen nehmen am Netzwerk „Rural Women’s Network“ teil.
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Objectif France Inde

Aufbau von Kompetenzen und Selbstständigkeit von Frauen in der Landwirtschaft, um ihre finanzielle Stabilität und Ernährungssicherheit zu stärken.

  • 1.500 Frauen wurden durch gegenseitige Unterstützungsgruppen gefördert.
  • 500 Bäuerinnen profitieren von Wasserreservoirs und Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenqualität.
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Rejoué

Unterstützung von Frauen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt bei der sozialen und beruflichen Integration durch Schulungen zur Wiederverwendung und Aufbereitung von Spielzeug..

  • 45 Frauen wurden über Arbeitsintegrationsprogramme beschäftigt.
  • 53% von ihnen finden nach Abschluss des Programms eine stabile Beschäftigung oder beginnen eine Berufsausbildung.
  • 41 Tonnen Spielzeug wurden wiederaufbereitet.
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Univers-Sel

Schulung von Salzproduzenten in der Solarsalzproduktion – einer umweltfreundlicheren Methode zur Salzgewinnung.

  • 1.500 Salzproduzentinnen haben von den Projektaktivitäten profitiert.
  • 40 Frauen – Führungskräfte und Freiwillige – sind Ansprechpersonen und fördern die Solarteich-Methode.
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